Liebe Pfarreiangehörige
Von seinem Herzen und vom Licht geleitet

Ich möchte diese Möglichkeit nutzen, Sie alle aus dem Pfarrhaus in Wohlen zu begrüßen. Offiziell begann mein neuer Dienst am 1. Februar. An diesem Tag habe ich mit den Gläubigen das Fest Herz Jesu Freitag gefeiert, ein Fest, das uns an das große und hilfsbereite Herz Jesu erinnert. Schon am nächsten Tag, dem 2. Februar, fand das große Fest der „Darstellung des Herrn“ mit der traditionellen Segnung der Kerzen statt, das uns die Weissagung des Simeon in Erinnerung bringt, der Jesus als Licht der Menschen bezeichnete.
Für mich ist es kein Zufall, dass mein Wirken mit diesen Festen beginnt, sondern eine Offenlegung unserer gemeinsamen Arbeit. Jesus als unser Vorbild ist ein Licht und hat ein Herz für jeden einzelnen. Und dazu sind auch Sie und ich berufen. Die talentierten Mitarbeiter und Gläubigen, die ich bis jetzt getroffen habe, und die auch ungemein dazu beigetragen haben, mir einen sanften Einstieg zu ermöglichen, sind ein starkes Indiz dafür, dass wir unsere Aufgabe gemeinsam meistern werden. Wenn wir uns un zusammen auf den Weg machen, möchte ich Ihnen folgenden Abschnitt aus der frohen Botschaft als spirituellen Leitfaden ans Herz legen:

AUS DEM HL. EVANGELIUM NACH MATTÄUS 5,13-16
• In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ihr seid das Salz der Erde. Wenn das Salz seinen Geschmack verliert, womit kann man es wieder salzig machen?
• Es taugt zu nichts mehr, es wird weggeworfen und von den Leuten zertreten.
• Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben.
• Man zündet auch nicht ein Licht an und stülpt ein Gefäß darüber, sondern man stellt es auf den Leuchter; dann leuchtet es allen im Haus.
• So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.

Dies ist ein sehr interessanter Abschnitt. Jesus nennt Sie und mich „Salz“ und „Licht“. Welch schöneres Kompliment könnte es geben? Dies zeigt uns, wie viel Vertrauen Christus in uns hat, vielleicht mehr, als wir in ihn haben. Er sieht etwas wahrhaft Gutes in uns. Er vertraut uns die Mission an, sein Licht zu sein, das in der Welt scheint, das Salz, das konserviert und die Welt mit dem Aroma der Liebe würzt, die Mission, eine Stadt des Lichtes zu sein, die Menschen zu Gott hin zieht. Was für eine Verantwortung! Es ist eine große Aufgabe, wenn wir bedenken, dass unsere persönliche Schwachheit uns oft dazu verleitet, unser Licht lieber zu verstecken, als es so zu zeigen, dass es weithin leuchten kann. Unsere Schwachheit bringt uns oft dazu, unser Salz lieber zu sammeln und zu konservieren, anstatt es als Würze zu verwenden.
Es ist gut zu wissen, dass wir wichtig füreinander sind. Und das ist mein Gebetsanliegen für uns alle: dass unsere Liebe wie das Salz sein möge, das das Leben geschmackvoll und wertvoll mach Und dass unsere christliche Lebensweise ein Licht für diejenigen sein möge, die in der Dunkelheit von Zweifeln und Ängsten leben. Möge unser Pastoralraum eine „Stadt” des Lichtes sein, die schon von weitem zu sehen ist als Zeichen dafür, dass Gott lebt und wirkt in seinem Volk. Und möge Gott Sie alle für diese Mission segnen: der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.

P. Solomon, Pastoralraumpfarrer

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