Das neue Jahr hat vor drei Wochen begonnen. Hier ein paar spirituelle Gedanken zum Januar:
Der Januar, der noch am Anfang des Jahres steht, lädt uns ein, über Gottes schöpferische Kraft nachzudenken, die mit Jesus vor über 2000 Jahren in neuer Weise in die Welt gewirkt hat: in seiner Menschwerdung in Jesus, über Jesu öffentliche Auftritte, seine Wundertaten, sein Sterben und Auferstehen bis zum Pfingstereignis, wo uns Gottes bleibende Gegenwart und Kraft durch den Heiligen Geist zugesagt wurde, für jedes neue Jahr, so auch für 2026!
Oft erhoffen wir uns grosse Veränderungen, aber Gottes Wirken zeigt sich auch in kleinen, zarten Anfängen – wie in einer Knospe. Wir sind eingeladen, die Augen dafür zu öffnen.
Auch wenn das Jahr schon fortgeschritten sein wird, bleibt die Hoffnung auf Gottes zukünftiges Wirken. Jesus sagt auch zu uns: Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung der Welt» (Matthäus 28,20). Er ist da, um uns in den Herausforderungen während des Jahres beizustehen und uns zu begleiten, wie ein guter Hirte seine Schafe.
Wenn wir eigene Schuld bekannt geben, vergibt uns Gott. Der Januar als Beginn des Jahres kann ein Anlass sein, sich nicht von Schuldgefühlen beherrschen zu lassen, sondern auf die Vergebung von Gott durch Jesus zu vertrauen.
Dankbarkeit für das uns Geschenkte, der Fokus auf das Wesentliche, aber auch das Gebet für das, was wirklich zählt, sind zentrale christliche Anliegen. Vielleicht können wir dies gerade zu Beginn des Jahres bedenken und erneuern.
Jesu Aufruf zur Liebe und zum Gutes-Tun kann als Leitmotiv für das gesamte Jahr dienen, um über den Januar hinaus eine Haltung der gesunden Selbstsorge, der Nächstenliebe und der Liebe zur ganzen Schöpfung zu üben.
Einige Gedanken zur persönlichen Reflexion:
Wo hat Gott in den ersten Wochen des Jahres bei mir gewirkt, auch im Kleinen?
Was nehme ich aus der Hoffnung und den Verheissungen mit für die kommenden Monate?
Welche kleine Zeichen des Segens darf ich dankbar annehmen und weitergeben?
Ich wünsche Ihnen nach Ende des Januars von Herzen weitere 11 sinnerfüllte, gesegnete Monate im 2026.
Guido Ducret, Pfarreiseelsorger