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Merci und Adieu

Ende April verlasse ich als Pfarreiseelsorger den Pastoralraum Unteres Freiamt und gehe in Pension. Ich schaue zurück auf 5 1/2 interessante, bunte und bewegte Jahre. Als Pfarreiseelsorger-Bezugsperson in Waltenschwil und als Pfarreiseelsorger mit Einsätzen auch in den anderen Pfarreien durfte ich viele tolle Menschen aller Generationen kennenlernen und mit ihnen ein Stück Weggemeinschaft erleben, im gemeinsamen Feiern, Planen, Austauschen und frohem Zusammensein. Dafür bin ich sehr dankbar.

Die Pastoralräume sind von den Bischöfen beordert worden, sind etabliert, gewachsen und gewissermassen Notlösungen auf Zeit, bedingt auch durch die knapper werdenden personellen und finanziellen Ressourcen. In unserer röm.-kath. Kirche ist seit Jahren viel vom «synodalen Weg» die Rede; faktisch bleibt bis heute ein Reformstau. Neue Zulassungsbedingungen zu den Weiheämtern (Änderung des Zölibatsgesetzes; Zulassung der Frauen) sind in absehbarer Zeit wohl auch vom jetzigen Papst Leo XIV. leider nicht zu erwarten. Vieles in der Liturgie, Seelsorge und Sakramentenspendung könnte durch diese Reformen vereinfacht werden. Doch wir müssen mit dem z.Z. Gegebenen und Möglichen leben müssen. Ich nahm meine Aufgaben als Pfarreiseelsorger so wahr, wie es mir möglich war: katholisch-weltoffen, ökumenisch gesinnt, Tradition und Innovation verbindend, kollegial, generationsverbindend. Und als Schweizer Theologe/Seelsorger auch für einiges einstehend, was vielleicht in anderen Ländern und Erdteilen weniger Thema ist.

Das Zentrum unseres christlichen Glaubens ist das Geheimnis von Ostern, der Glaube an den auferstandenen Gekreuzigten und im Geist Weiterwirkenden. Ich finde es daher sehr schön, dass der Gottesdienst zu meinem Abschied mitten in die Osterzeit fällt: Samstag, 18. April, 17.30 Uhr in der Pfarrkirche Waltenschwil.

Das Seelsorgeteam, Pfarreimitglieder aus Waltenschwil und der Familienchor Waltenschwil werden mitwirken. Dazu sind Sie alle herzlich eingeladen. Ich freue mich!

Merci für alles, machet’s guet, als Einzelne und als Pastoralraum, mit Gottes Hilfe und Segen.

Adieu!
Guido Ducret, Pfarreiseelsorger