Und als er dies gesagt hatte, zeigte er ihnen die Hände und die Seite. Da freuten sie sich, als sie den Herrn sahen.
Jesus sprach nun wieder zu ihnen: Friede euch! Wie der Vater mich ausgesandt hat, sende ich auch euch.
Und als er dies gesagt hatte, hauchte er sie an und spricht zu ihnen: Empfangt Heiligen Geist!
Johannes Evanglium 20, 19-22
Seit dieser Selbstoffenbarung des auferstandenen Christus ist Ostern! Unwiderruflich! Seit 2'000 Jahren ist es nicht zurückgenommen worden. Im Gegenteil!
Sagen ihnen Namen wie Felizitas, Mathilde, Chiara Lubich, Gertrud von Nivelles etwas? Sie alle werden im Heiligenkalender dieser Fastenzeit speziell erwähnt. In ihren Legenden und Biografien finden sich wesentliche Engagements für Gesundheit und Bildung, für Gerechtigkeit und Bekämpfung der Armut. Für Glaube, Hoffnung, Liebe. Für Wohlergehen und Frieden der Mitmenschen. Angefangen hat alles im Garten! Der Auferstandene spricht seine in blinde Trauer gefallene Jüngerin mit ihrem Namen an: «Maria»! Er sendet sie zu den Aposteln und zur ganzen Nachfolgegemeinschaft. Und so soll es werden: «Friede euch! Wie der Vater mich ausgesandt hat, sende ich auch euch!»
Im Jahre 1994 hiess die Kampagne zur Fastenzeit: Frauen gestalten die Welt! Es wurde sichtbar gemacht und bestärkt.
Heute: die Kindermörder und Kriegstreiber in den «grossen» Hauptstädten der Welt treten alles in den Tod: Klima, Biodiversität, Menschenrechte, Wirtschaft, Menschenkinder. Mir fällt auf: aus dem Geschichtsunterricht mag ich mich nicht erinnern, dass es Macht-Frauen gegeben hätte, die so in der Welt herumwüteten.
Es ist Zeit, Frauen – und Männern – Platz zu machen, die Licht und Frieden wirken: damit Ostern für alle wird – jetzt und «im Garten», wo wir vom Auferstandenen mit unserem ganz eigenen Namen angesprochen werden.
Ich wünsche ihnen ein frohes Osterfest – und dass Licht und Friede wird!
Hans-Peter Stierli, Diakon, Pfarreiseelsorger