Ich bin der festen Überzeugung, dass denken und danken zusammengehören. Wer nicht denken kann, kann sich nicht erinnern. Und weil er sich nicht erinnern kann, kann er auch nicht danken. Erinnerung, eine Form des Denkens, drückt u.a. die Tatsache aus, dass der Mensch sehr um seine unvollkommene Natur weiß, was dazu führt, dass er sein bisheriges Leben als Gnade betrachtet, unverdient, eben geschenkt. Danken ist ein urchristliches Grundelement, denn alles, was wir sind und haben, kommt von Gott. Diese fundamentale christliche Erkenntnis begründet und verkörpert sich in einem Sakrament, in der Eucharistie, in der Danksagung. In der Eucharistiefeier erinnern wir uns an das immerwährende Opfer Jesu, wodurch unsere Erlösung vollbracht wurde. Dieses Mysterium erinnernd danken wir Gott für unser Sein, für unsere Erlösung, für unsere Geschichte, die die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft beinhaltet. Anders ausgedrückt: der Christ sollte nicht nur denkend sein; er soll auch dankend sein, denn er kann sich selbst nicht erlöst haben; er sollte eucharistisch sein. Warum diese kleine Abhandlung?
Die Zeit rennt und mein Sabbatjahr neigt sich bald dem Ende zu! Unglaublich!! Und weil ich fest daran glaube, dass alles Gnade, alles Geschenk ist, bin ich erfüllt von einer dankbaren Gesinnung, der ich nun schriftlich Ausdruck verleihen möchte. Ich danke dem lieben Gott, dem Allmächtigen und Barmherzigen, der mich in Seiner Vorsehung und ohne mein Zutun hierher im Jahr 2021 geführt hat. Er hat mich immer getragen! Ich danke Pfr. Ignatius Okoli für sein wohlwollendes Angebot, das Sabbatjahr im Pastoralraum Unteres Freiamt zu verbringen; Grazie del cuore an Don Luigi für alles; danken möchte ich Dr. Gerhard Ruff und dem Seelsorgeteam für die kollegial-reibungslose Mitarbeit. Die Kirchenpflege, repräsentiert von Sepp Brunner und Arlette Bär, ermöglichte mir einen leichten Einstieg ins Leben im Pastoralraum. Dafür ein herzliches Vergelt`s Gott. Kurt Seiler in Fi-Gö bot mir eine Bleibe, als ich in Not war. Ihm gebührt Dank. Mein Dank gilt den lieben und engagierten Sekretärinnen im Pastoralraum. Ohne sie hätte ich manches nicht schaffen können. Ich bedanke mich sehr bei den Katechesenteam, dass die Freude an der Weitergabe des Glaubens mit mir teilte. Zu meinen Schülerinnen und Schülern im Oberstufenreligionsunterricht: ihr fehlt mir schon jetzt. Möge die Freude am Evangelium euch eine Lebensstütze sein. Allen Sakristanen, Organisten, Lektoren, Ministrantinnen und Ministranten in den verschiedenen Kirchen und Kapellen bin ich zu Dank verpflichtet. Schön, dass es euch gibt. Dem Volk Gottes, das sich immer wieder gern und mit Freude im Gottesdienst gezeigt hat, und mit dem ich Freude und Leid habe teilen dürfen, danke ich herzlichst. Wen ich zu erwähnen vergessen habe, der möge mir bitte Nachsicht erweisen.
Ich bin nur ein normal Sterblicher, mit Ecken und Kanten, Fehlern und Übertretungen. Daher bitte ich vom Herzen um Verzeihung, wenn ich einiges getan oder gesagt habe, die die Gefühle anderer verletzt hat. Der Gnade bzw. Liebe Gottes ist damit hoffentlich kein Abbruch getan worden. Beten wir stets füreinander. Gott sei mit euch. State in fide (Steht fest im Glauben). Bis zum nächsten Mal im nächsten Jahr.
Innocent E. Ezeani, Kaplan